Wasser - unser Lebenselixier

Nicht nur das Trinkwasser, auch Warmwassersysteme müssen regelmäßig mikrobiologisch überprüft werden. Verkeimen sie, können Legionellen oder Pseudomonaden schwere Gesundheitsschäden verursachen. Die ÖNORM B 5019 legt daher fest, dass die BetreiberInnen in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung des Warmwassersystems veranlassen müssen (B 5019-7.2).

Wir bieten eine mikrobiologische Komplett-Analyse des Warmwassersystems, mit Untersuchung auf KBE*, Legionellen und Pseudomonaden) an.

Es fallen für Sie keine Kosten für Anfahrt und Probennahme an – lediglich die Analyse wird mit € 100.- (inkl. MwSt.) pro Probe verrechnet.

*koloniebildende Einheit

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Ja.

Die ÖNORM B 5019 (Hygienerelevante Planung, Ausführung, Betrieb, Überwachung und Sanierung von zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen) hält unter Punkt 7.2.2 klar fest: In regelmäßigen Abständen ist von BetreiberInnen eine Untersuchung des erwärmten Trinkwassers auf das Vorhandensein von Legionellen zu veranlassen. Die genaue Frequenz und Anzahl der Probenhamen sind von der Art und Größe des Gebäudes abhängig.

Beherbergungsbetriebe fallen unter die Risikoklasse 2 (Punkt 4). Hier sind initial jährliche bzw. zweijährliche Prüfungen vorgesehen, die Abstände können sich je nach Befundlage ändern (Punkt 7.6., Tabelle 10).

Diese ÖNORM beschreibt Maßnahmen zur Vermeidung von Legionellenwachstum und zur Verhinderung von Infektionen durch erwärmtes Trinkwasser. Es werden die hygienerelevanten Punkte bei der Planung, Ausführung, Betrieb, Überwachung und Sanierung von zentralen Trinkwasser-Erwärmungs- und Verteilungsanlagen beschrieben. Die Ausführungen in dieser ÖNORM gelten im Besonderen für Kranken- und Kuranstalten, Pflegeeinrichtungen, Badeeinrichtungen, Beherbergungsbetriebe, Gemeinschaftseinrichtungen, öffentliche Gebäude- und Wohnhausanlagen.

Nein, das ist nicht egal. Normen sind Regelwerke, die zu beachten sind. Akut wird es erst, wenn jemand erkrankt oder jemand strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen wird.

Legionellen sind Bakterien, die sich im stehenden Wasser (Stagnationswasser) bilden und sich sprunghaft vermehren, wenn die Temperatur über 25°C steigt. Sie fühlen sich bei Temperaturen im Bereich von 30°C bis 50°C besonders wohl und können ihre Population bei Stagnation und ausreichenden Nährstoffverfügbarkeit in der Trinkwasser-Installation alle 4 Stunden verdoppeln.

Seit der Ausgangssperre vom 10.3.2020 stehen in Österreich ca. 70- bis 80% der Gebäude leer. Keime im Trinkwasser finden jetzt in vielen Gebäuden die optimalen Bedingungen vor. Besonders gefährlich ist das Einatmen von bakterienhaltigem Wasser, z. B. in der Dusche. Es zu trinken ist an sich ungefährlich, allerdings nur mit einem stabilen Immunsystem. Für ältere Menschen, Babys oder Kranke besteht höchste Gefahr!

Legionellen können viele Symptome auslösen: Eine Sommergrippe mit Unwohlsein (Pontiacfieber), Kopf- und Muskelschmerzen, eine schwere Form der Lungenentzündung (Fieber oft über 40°C) und Schüttelfrost.

Pseudomonaden sind weit verbreitete, stäbchenförmige Bakterien, die besonders in feuchten Biotopen vorkommen. Sie sind besonders anpassungsfähig, begnügen sich mit geringen Nährstoffen und vermehren sich mit geringen Nährstoffen und vermehren sich rasant bei Temperaturen zwischen 5 und 45 °C. Das bedeutet, dass sie sowohl Kalt- als auch im Warmwasser zu finden sind. Am öftesten besiedeln sie Entnahmearmaturen. Am häufigsten verursachen Pseudomonaden Wund- und Harnwegsinfekte, dazu kommen Lungenentzündungen und Infektionen von Neugeborenen. Achtung: Sie sind gegen viele Antibiotika resistent!

Die Wasser-Proben werden durch qualifizierte MitarbeiterInnen vom Labor durchgeführt, die an einer Probenehmerschulung für Trinkwasserinstallation teilgenommen und die Qualifikationen nach den Richtlinien der TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH erfolgreich nachgewiesen haben. 

Aktion sicheres Warmwasser